25. Januar – FEST der BEKEHRUNG DES APOSTELS PAULUS

Mk 16,15-18: Geht in die ganze Welt und verkündet das Evangelium.

Paulus ist der einzige Jünger, an dessen Bekehrung wir uns erinnern, ebenso wie an seinen Tod. Sein geistlicher Weg ist zum Vorbild für jeden Gottsucher geworden, der Christus, dem Offenbarer des Vaters und des Menschen, begegnet.

Nicht eine, sondern viele Bekehrungen kennzeichnen den Weg des Menschen, der sich selbst sucht und der Gott begegnet. Der heilige Paulus wird uns als Modell für diesen holprigen Weg vorgeschlagen, den wir mit Intelligenz und Kreativität gehen sollen.

Bekehrung ist der Übergang von einem Zustand in einen anderen, eine Geste des Festhaltens der Intelligenz, die mit Kraft und oft um den Preis von Müdigkeit und innerem Kampf erfolgt. Der heilige Paulus war bereits gläubig, zu gläubig. Von seiner Leidenschaft geblendet, konnte er nicht erkennen, dass sein Eifer zu einem inakzeptablen Fanatismus geworden war. Wenn wir von Bekehrung sprechen, meinen wir also nicht in erster Linie den Übergang des Atheisten zum Glauben, sondern den des Gläubigen zum richtigen Glauben.

Und diese Bekehrung kennzeichnet die Kirche, semper reformanda, die sich immer wieder reformiert, um ihren Lebensstil den Anforderungen des Evangeliums anzupassen. Deshalb feiern wir heute die Anstrengung unserer Umkehr, den Weg, den wir immer wieder gehen müssen, ohne uns entmutigen zu lassen.

Die Bekehrung des Paulus auf der Straße nach Damaskus war nur der Beginn eines neuen Lebens, in dem er viele Veränderungen zu bewältigen hatte. Doch am Ende seiner aufregenden, schmerzhaften und gequälten Reise war er frei und gab sich ganz Christus hin.

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