16. August, Dienstag der 20. Woche im Jahreskreis

Mt 19:23-30. Amen, das sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.

Jesus war enttäuscht über das, was geschehen war: Er hatte gehofft, dass der liebevolle Blick, mit dem er den reichen jungen Mann angeschaut hatte, ausreichen würde, um ihn zu überzeugen, ihm nachzufolgen, indem er alles, was er besaß, aufgab und sein Herz frei machte, um Platz für den Absoluten zu schaffen. Dies war nicht der Fall: Der Reichtum des jungen Mannes hinderte ihn daran, die einmalige Chance zu ergreifen, die sich ihm bot.

Es ist schwer, sein Herz zu befreien: von Reichtum und Besitz, ja, aber auch von Sorgen, Ängsten, Befürchtungen. Die Bekehrung ist immer eine Initiative Gottes, aber sie erfordert unser überzeugtes Festhalten, eine operative Entscheidung, konkrete Gesten. Petrus ist erschüttert, ebenso wie die anderen Jünger.

Es gibt innere Bindungen, die zu schwer zu lösen sind, innere Felsbrocken, die unmöglich zu bewegen scheinen. Dann greift Gott ein, er allein kann uns helfen, unseren Widerstand zu überwinden. Petrus und die anderen suchen Bestätigung: Sie haben das Wenige, das sie hatten, verlassen, um dem Herrn zu folgen. Es ist so, sagt Jesus, und sie werden hundertmal so viel haben. Wenn wir tatsächlich Christus gefolgt sind, wissen auch wir, dass wir das Hundertfache erhalten haben….

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